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Nachtwanderer - Mitwanderer dringend gesucht!


Notstand bei den Nachtwanderern – doch was sind eigentlich die Nachtwanderer?
 
Die Nachtwanderer sind eine Gruppe ehrenamtlich tätiger Korber Bürgerinnen und Bürgern, die alle zwei Wochen freitags im Ort unterwegs sind und an Brennpunkten mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen ins Gespräch kommen. Sie wollen gegen Gewalt und Vandalismus aktiv werden, für ein respektvolles Miteinander eintreten und Vorbild sein. Sie sind aber keine „Hilfspolizei“: Sie geben Tipps und dienen als Ansprechpartner. Ihr Ziel ist es, ein Problembewusstsein bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu schaffen und auf Missstände aufmerksam zu machen. 2012 wurden die Nachtwanderer als ein Projekt des Korber Leitbilds ins Leben gerufen. Das Konzept stammt aus Skandinavien.
 
Jetzt ein Hilferuf – was ist denn gerade bei den „Nachtwanderern“ los?
 
Manfred Leichnitz, Nachtwanderer der ersten Stunde, berichtet: „Den Nachtwanderern in Korb droht der Kollaps: Nach der vor allem zeitlich begründeten, plötzlich deutlichen Reduzierung unserer Mannschaft suchen wir inzwischen dringendst Nachwuchs/Einwohner/Menschen, die alle zwei Wochen mitwandern bei denen, die die Nachtwanderer in unserem Heimatort als Institution installierten und überaus erfolgreich mit Leben füll(t)en. Gut fünfeinhalb Jahre wandern wir jetzt an jedem geraden Freitag munter durch die Korber Nacht, und es ist nie uninteressant! Uns, ein total konträrer Haufen aus Gründungsmitgliedern und Hinzugekommenen unterschiedlichsten, bis zu 85 Jahren zählenden Alters, eint das Interesse an anderen Menschen. Wir gehen immer berechenbar dieselbe Strecke, lernen auf diesem Weg die jungen Leute besser kennen, die da am Freitag spätabends in Korb unterwegs sind und/oder ‚chillen‘, die sich treffen, miteinander quatschen, ja: miteinander trinken, die einfach (hoffentlich) guter Dinge sind.“
 
Dabei sind die Nachtwanderer voll und ganz akzeptiert: „Und wir sind wohl gelitten – weil ‚sie‘ auch merken, dass ‚wir‘ Erwachsene nicht nur Leute sind, die etwas verbieten, sondern uns ‚auf Augenhöhe‘ mit ihnen ‚nur‘ unterhalten wollen. Wir erzählen von uns, nach einiger Zeit erzählen sie von sich und ihrer Welt, von ihrer Arbeit, von Freunden und Bekannten, manchmal sprechen wir über ‚Gott und die Welt‘. In dieser Zeit ist meist der ‚Konflikt‘ zwischen den Generationen aufgehoben; reden, zuhören, diskutieren sind angesagt. Es kann in der bewusst gesetzten Kürze unserer Verweilzeit an einem Ort sicher nur einen Anstoß des Miteinanders geben – oft genug aber sind es Themen, die uns selber weiterverfolgen.“
 
Alte Bekannte und solche, die es noch werden sollen: „Wir treffen oft dieselben Leute aus Nah und Fern, manchmal aber auch total neue, die uns und unser Anliegen noch nicht kennen. Wir akzeptieren einander gegenseitig, wenn wir oder sie manches auch anders sehen, machen würden. Wir gehen sogar soweit, einander zu schätzen! So entsteht Verständnis, ja: Vertrauen. Und es kommt ganz sicher wieder ein Freitag, an dem wir schon von weitem begrüßt werden: ‚Ahhh, die Nachtwanderer‘, nicht mit misstrauischem Unterton, sondern durchaus freudig, dass da jemand ist, der die jungen Leute ernst und für voll nimmt.“
 
Keine „Hilfspolizei“ – die Nachtwanderer lassen sich nicht instrumentalisieren
 
Die Nachtwanderer maßen sich kein hoheitliches Vorgehen an – Manfred Leichnitz weiter: „Wir haben bei unterschiedlichsten Gelegenheiten Versuchen widerstanden, uns ‚instrumentalisieren‘ zu lassen: Wir sind eben keine Ordnungshüter, die an verschiedenen Stellen überraschend auftauchen, um Anwesende zu verunsichern, zu beobachten, sie zu kontrollieren. Wir sind nicht mit erhobenem Zeigefinger unterwegs. Wir wollen nie jemanden vertreiben, wie es schon oft genug vermutet wurde. Unser Anliegen ist, miteinander ins Gespräch kommen – und wenn einer nicht mit uns sprechen mag, so ist es auch gut, wir gehen dann einfach weiter.“
 
Neue Mitwanderer sind jederzeit herzlich Willkommen
 
Laut Manfred Leichnitz hatten die Nachtwanderer einst den Anspruch, jede Woche unterwegs zu sein. „Aus Kapazitätsgründen haben wir uns auf den zweiwöchigen Rhythmus geeinigt – aktuell ist auch dieses Wanderintervall nicht mehr zu halten. Und ehe wir Nachtwanderer nun total einschlafen, jetzt unser ‚Hilferuf‘: Wer mit an diesen positiven Erfahrungen mit unseren ‚gar nicht so schlimmen‘ jungen Leuten teilhaben möchte, ist in unserer kleinen Gruppe, die durch jedes Wetter wandert, herzlich willkommen, auf dass wir, wenn möglich zu dritt in gemischter Zusammensetzung unterwegs, mehr und größer werden! Regelmäßiges professionelles ‚Coaching‘ sichert den Austausch zwischen uns Wanderern, nimmt aktuelle Unstimmigkeiten auf und verarbeitet sie so, dass wir, ohne uns verbiegen zu müssen, wieder auf einer Wellenlänge sind. (Nicht nur) auf ein Hineinschnuppern freuen sich die Korber Nachtwanderer!“
 

Nachtwanderer Korb
 
- Sie sind gerne in der Nacht unterwegs?
- Sie engagieren sich gerne ehrenamtlich?
- Sie interessieren sich für die Belange der Jugendlichen?
- Sie wollen gegen Gewalt und Vandalismus aktiv werden?
- Sie wollen für ein respektvolles Miteinander eintreten?
- Sie wollen ein Vorbild sein?
 
Dann werden Sie Nachtwanderer in Korb! Als ehrenamtlich tätiger Nachwanderer erhalten Sie regelmäßiges, professionelles Coaching und werden kostenlos mit einem kompletten „Nachtwanderer-Dress“ ausgestattet.
 
Ansprechpartner bei der Gemeindeverwaltung: Christoph Schulz, Tel. 9334-14, E-Mail schulz@korb.de.

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