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Neue Schulsozialarbeiterin an der Gemeinschaftsschule

Die neue Schulsozialarbeiterin der Gemeinschaftsschule, Simone Klein. Bild: Simone Klein
Die neue Schulsozialarbeiterin der Gemeinschaftsschule, Simone Klein. Bild: Simone Klein

Die Zeiten ändern sich: Diesen Satz hört man oft, wenn man sich momentan unterhält. Die Corona-Krise hält das ganze Land in Atem und verändert Arbeiten, Gesundheit, Einkaufen, Familie, Politik, soziale Kontakte, Schule und Kindergärten. Es gibt kaum einen Bereich, der nicht vom Corona-Virus betroffen ist - und diesen verändert. Auch an der Gemeinschaftsschule Korb hat sich etwas verändert.

Im Januar trat Simone Klein ihre Stelle als Schulsozialarbeiterin an. Sie vertritt Sanija Sofka, die zuvor jahrelang die Schulsozialarbeit auf- und ausgebaut hatte und derzeit in Elternzeit ist. Nach einer Ausbildung zur Zahnarzthelferin hat die 31-jährige Leutenbacherin ihre Fachhochschulreife nachgeholt und an der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg Soziale Arbeit und Diakoniewissenschaften studiert. Von Beginn an sei ihr klar gewesen, dass sie in die Kinder- und Jugendarbeit möchte. So habe sie zunächst in der mobilen und offenen Jugendarbeit in Heilbronn gearbeitet und 2017 bei der Paulinenpflege Winnenden e. V. in der stationären Jugendhilfe auf einer Wohngruppe für Kinder und Jugendliche, hauptsächlich mit Fluchthintergrund, begonnen. Bei der Paulinenpflege ist sie noch immer beschäftigt, aber inzwischen für die Korber Gemeinschaftsschule tätig. Die Paulinenpflege ist in den Bereich Schulsozialarbeit und Jugendarbeit Dienstleisterin der Gemeinde Korb.

Schon während ihres Studiums habe sie die Schulsozialarbeit mit ihrer Vielfalt interessiert und in einem Praktikum dann richtig „gepackt“: „Das Zusammenspiel zwischen Einzelfallhilfe, Gruppensettings und ‚offenem Betrieb‘ ist nicht nur ein Gewinn für das allgemeine Schulleben, sondern auch für jeden und jede Einzelne“, so Simone Klein. „Im Einzelsetting kann man die Schülerinnen und Schüler ganz individuell in ihrer Entwicklung begleiten und beraten. Sie unterstützen, dort wo sie Probleme oder Ängste haben und helfen auf ihrem Weg zur eigenen Persönlichkeit.“

Veränderte Zeiten benötigen neue Wege

Im Schuljahr 2018/2019 begleitete Sanija Sofka über 150 Einzelfälle, bot rund 30 Gruppenangebote an und hatte Kontakt zu 60 Erziehungsberechtigten. Darüber hinaus bot sie dreimal wöchentlich eine Mittagsbetreuung im Silchersaal am Standort Brucknerstraße an. Doch in Zeiten von Corona ändert sich vieles. Und veränderte Zeiten benötigen neue Wege. Nach ihren ersten drei Monaten mit Kennenlernen, Einarbeiten und Vorstellen an der Gemeinschaftsschule änderte sich, nicht nur für Simone Klein, von heute auf morgen nahezu alles - die Schule blieb leer, es war leise im Schulhaus und auf dem Pausenhof. „Homeschooling“ war angesagt. Dies stellte nicht nur Schülerinnen und Schüler, Lehrende, Schulleitung oder die Eltern auf Probe, sondern auch die Schulsozialarbeit.


Neue Wege gehen

So habe die neue Schulsozialarbeiterin neue Wege finden müssen, um die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Eltern zu erreichen – damit sie den „Bonus“ Schulsozialarbeit auch weiterhin in Anspruch nehmen können. „Sorgen, Nöte und Probleme gibt es weiterhin. Durch Corona sogar vermehrt. Zukunftsängste, ob man die Prüfungen besteht, vermehrter Stress mit den Eltern, weil man ständig zu Hause zusammen ist, Motivationsprobleme, weil der PC so verlockend auf dem Schreibtisch steht und und und“, berichtet Simone Klein. „Ich habe über die Klassenlehrer einen getrennten Eltern- und Schülerbrief verteilen lassen mit dem Angebot, dass ich als Schulsozialarbeiterin weiterhin da und über Mail und Telefon erreichbar bin. Ich habe darin Tipps für das Zusammenleben gegeben und mögliche Beratungs-und Hilfsangebote aufgelistet.“  

Über die Onlineplattform der Schule und einen Instagram-Account können die Schülerinnen und Schüler Kontakt zu ihrer Sozialarbeiterin aufnehmen. Dort habe sie mehrmals wöchentlich „Mitmach-Challenges“, Rätsel oder Beschäftigungsideen eingestellt, an denen die jungen Menschen teilnehmen können. Für die Grundschüler bietet Simone Klein zweimal wöchentlich eine Online-Vorlesestunde an, die gut angenommen werde.

Alles benötige derzeit mehr Zeit und andere, neue und kreative Wege, damit das Schulleben, das nun nahezu ausschließlich online stattfinde, weitergehen könne. Es sei aber auch eine Chance, die veränderte Zeit zu nutzen, um diese neuen Wege auch nach der Krise weiterzugehen und sie als Gewinn zu sehen. Simone Klein: „Veränderungen gehören zum (Schul-)Leben dazu und führen oft zu positiven Entwicklungen, die Jahre später nicht mehr wegzudenken sind. Hoffen wir, dass auch diese Corona-Zeit gute Dinge hinterlässt, von denen wir sagen können: ‚Gut, dass es sie gibt‘.“

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